stadt_potenziale

stadt_potenziale – Konzeption

Der von der Stadt Innsbruck initiierte Fördertopf stadt_potenziale wird jährlich ausgeschrieben und richtet sich an Kunst- und Kulturschaffende der freien Kulturszenen. Es werden Projekte gefördert , die sich mit dem Thema Stadt im Allgemeinen und mit Innsbruck im Besonderen beschäftigen.

Die Schaffung der stadt_potenziale ist ein Ergebnis des Dialogprozesses zwischen EntscheidungsträgerInnen der Kulturpolitik, KulturbeamtInnen und VertreterInnen der freien Szenen in Innsbruck, der von der bættlegroup for art 2004 initiiert wurde und unter anderem in Arbeitskonferenzen zu zentralen Themen der Kulturarbeit geführt wird. In diesem Zusammenhang führte die bættlegroup for art 2006 das von der Stadt geförderte Rechercheprojekt bættle research unter Kulturvereinen und -schaffenden der freien Szenen durch und erhob dabei auch das Bedürfnis nach einem speziell auf die freien Szenen zugeschnittenen Fördertopf.

Im Anschluss an die zweite Arbeitskonferenz im Oktober 2006, in dem die damalige Innsbrucker Bürgermeisterin Hilde Zach die Einrichtung eines „Impulstopfes“ (Arbeitstitel) zusagte, entwickelte die bættlegroup for art in Zusammenarbeit mit dem Kulturamt der Stadt Innsbruck und nach weiteren Recherchen unter Kulturschaffenden und -veranstalterInnen den Fördertopf stadt_potenziale. 2008 wurde die mit € 70.000,– dotierte Förderung erstmals ausgeschrieben (seit 2013: € 100.000,–).

Ausrichtung

Der Fördertopf stadt_potenziale richtet sich an Projekte, die innovativ und qualitätvoll wichtige Aspekte und Fragen des heutigen städtischen Lebens bearbeiten. Dabei soll die Stadt sowohl unter künstlerisch-kulturellen als auch gesellschaftskritischen und sozialen Gesichtspunkten beleuchtet werden. Verschiedene Sichtweisen und unterschiedliche Kulturauffassungen sind erwünscht und sollen den städtischen Kulturraum Innsbruck als einen lebendig-öffentlichen und kommunikativen Ort forcieren. stadt_potenziale will diese künstlerischen Potenziale aktivieren und fördern, um Innsbruck als kulturellen Lebensraum – mit all seinen Facetten – seinen BewohnerInnen noch näher zu bringen.

stadt_potenziale ist ausgerichtet auf zeitgenössische Kunst- und Kulturarbeit. Besonders berücksichtigt werden experimentelle Projekte, die Kunst als intensive Gesellschaftsforschung mit offenem Ausgang begreifen. stadt_potenziale möchte Impulse aus den freien Kulturszenen unterstützen und stellt Finanzmittel bereit, um so künstlerisches Experiment und Kulturforschung zu ermöglichen. stadt_potenziale zielt weiters auf Kooperation und Vernetzung ab. Gefördert werden Kunst- und Kulturprojekte, die vor allem spartenübergreifend bzw. interdisziplinär sind. Aber auch EinzelkünstlerInnen sind zur Einreichung eingeladen.

Die Ausschreibung erfolgt jeweils im Herbst. Über die Auswahl der Projekte und die Höhe der Förderungen entscheidet eine  unabhängige, jährlich wechselnde und überregional besetzte Fachjury aus drei ExpertInnen. Diskussion und Entscheidung erfolgen in einer öffentlich zugänglichen Jurysitzung, die im Januar oder Februar des jeweiligen Jahres stattfindet.