stadt_potenziale

lese zeichen, zeichen lese

ein Projekt von Monika K. Zanolin
stadt_potenziale 2008, Fördersumme: € 5.000,–, Durchführung: 05/2009
lese zeichen, zeichen lese (Detail). Fotos: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, vier. Foto: Monika K. Zanolin
Projektbeschreibung

Das Projekt lese zeichen, zeichen lese thematisiert „Kommunikation“ mit den Medien Fotografie, Text und Musik. Die mitwirkenden Künstlerinnen arbeiten völlig unabhängig voneinander mit 12 Fotografien – montierte Naturausschnitte.

Mit der Wahl der Ausschnitte und der Neuorganisation dieser Ausschnitte zu scheinbar seriell angeordneten Fotomontagen konstruiert die Fotografin die Bedeutung des Gegenstandes in ihrem Sinne, analog die Autorinnen mit ihrer Wortwahl und der Aneinanderreihung von Sätzen oder Wortreihen, ebenso die Musikerinnen mit der Wahl ihrer Instrumente und der Folge bestimmter Töne. Jede Künstlerin eignet sich die Fotomontagen interpretativ beziehungsweise inspirativ an. Je nach individueller Leseart werden ausgewählte Zeichen ausgelesen – herausgelesen – zugeschrieben – hineingehört usw.

Am Ende werden die 12 Texte und die 12 Kompositionen mit den 12 Fotografien verbunden und in einer Reihenfolge geordnet. Das Ergebnis dieser unberechenbaren Zusammenführung wird in einer art Konzert-Lesung-Fotoausstellung präsentiert.

Konzept, Organisation, künstlerische Leitung und Fotografie
Monika K. Zanolin

Beteiligte Künstlerinnen
Text
Petra Maria Kraxner
Petra Nachbaur
Erika Wimmer

Musik von fem.art.core
Christine Abdel-Halim
Gabi Plattner
Tanja Schärmer
Ingrid Wild

MitarbeiterInnen
Lisa Gensluckner: Lektorin
Jürgen Brunner: Tonmeister
Jenny Auer: Mischpult

Das Gesamtkunstwerk dieses experimentellen Projektes wurde am 14. Mai 2009 im Fotoforum West, Adolf-Pichler-Platz 8, in Innsbruck präsentiert als Lesung-Konzert-Fotoausstellung.

Frau Mag. Birgit Neu vom Kulturamt Innsbruck hielt die Eröffnungsrede vor ca. 160 BesucherInnen.

Projektdokumentation

Eine ausführliche Projektdokumentation mit Fotos, Texten und Audiofiles findet sich auf www.zanolin.eu
lese zeichen, zeichen lese, eins. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, zwei. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, drei. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, vier. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, fünf. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, sechs. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, sieben. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, acht. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, neun. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, zehn. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, elf. Foto: Monika K. Zanolin
lese zeichen, zeichen lese, zwölf. Foto: Monika K. Zanolin
Nachbetrachtung

Ich hatte mich über die Teil-Finanzierung des Projektes zuerst schon sehr gefreut, es war ein ehrgeiziges und arbeitsintensives Projekt mit einem offenen Ergebnis.

Ich war ja noch berufstätig und musste die Organisation und meine eigenen Bilder ja nebenher machen und habe mich dann etwas verspätet mit dem Ergebnis, dass Barbara Hundegger keine Zeit mehr für ihren Teil der Texte hatte. Schade. Bald hatte ich aber einen guten „Ersatz“ gefunden mit Petra Maria Kraxner. Die Zusammenarbeit mit den Autorinnen und den Musikerinnen verlief angenehm.

Schwierig erwies sich die Suche nach einer größeren, kostenlosen Galerie für die Ausstellung, Lesung, Projektion und Musikperformance. Schlussendlich war ich froh, dass Rupert Larl vom Fotoforum West für drei Tage das Stöcklgebäude zur Verfügung stellen konnte. Für die Einladung war kein Geld in seinem Budget, aber ich fand Alpina als Sponsor. Die Zusammenarbeit mit Herrn Larl stellte sich sehr bald als absolut katastrophal heraus. Es gab keinen Satz ohne Abwertung und keine Arbeitssituation, die er nicht in irgendeiner Form vergällte. Ich habe sowas noch nicht erlebt. Das war ganz schrecklich.

Schlussendlich klappte die Veranstaltung aber, sehr viele Besucher_innen, viel Lob für alle Beteiligten. Die Besucher_innen blieben lange bei einem kleinen Buffet und Getränken. Schade war, dass ich die Fotografien auch aus finanziellen Gründen zu klein vergrößern ließ, aber auch die Größe des Raumes unterschätzt hatte. Schade war, dass die Performance nur einmal möglich war. Die Musik ist ja noch wenigstens als Audiodatei abrufbar. Nicht praktisch war auch, zu wenige Kontakte in der Innsbrucker Kunstszene zu haben, vielleicht hätte ich andernfalls einen besseren Ausstellungsort finden können und mehr Medienecho. Alles in allem musste ich sehr sparen, hatte am Ende für meine Arbeit keinen Cent übrig. Jedoch verkaufte ich bis jetzt einige Bilder, was schon auch teilweise meine Arbeit honorierte.

Ich würde kein unterfinanziertes Projekt mehr durchdrücken, ohne es zu verändern, einzuschränken. Zu viel Arbeit bleibt sonst wieder bei mir und Mitarbeiter_innen müssten erst wieder mit Hungerhonoraren abgespeist werden.

Ansonsten finde ich es super, wenn Kunstprojekte von der öffentlichen Hand gefördert werden.

Monika K. Zanolin


28.03.2014: Vernissage lese zeichen, zeichen lese

Frauen im Brennpunkt
Marktgraben 16/II
6020 Innsbruck

Dauer der Ausstellung: bis 31.05.2014