stadt_potenziale

# fresh culture

ein Projekt von TKI – Tiroler Kulturinitiativen/IG Kultur Tirol
stadt_potenziale 2013, Fördersumme: € 10.260,–
Durchführung: 2013/2014
Einladung fresh culture. Foto: TKI
Projektbeschreibung

Das Projekt #fresh culture ist ein niederschwelliger Jugendkulturfördertopf in Innsbruck, bei dem junge Menschen im Alter von 14 bis 21 Jahren Kunst- und Kulturprojekte einreichen und mit kompetenter Unterstützung von erwachsenen Coaches realisieren können.

#fresh culture versteht sich als Ergänzung zu bestehenden kulturellen Angeboten für Jugendliche. Kulturvermittlung und kulturelle Programme, die sich explizit an ein junges Publikum richten, haben in den letzten Jahren an Bedeutung gewonnen. Viele dieser Angebote finden jedoch im Schulkontext statt und geben – wenn auch häufig mit partizipativen Ansätzen – einen klaren Rahmen für die Auseinandersetzung der Jugendlichen mit Kunst und Kultur vor.

Was aus Sicht der TKI bislang fehlte, waren Fördermöglichkeiten für junge Menschen, die selbst künstlerisch oder kulturell tätig werden möchten. #fresh culture soll genau das ermöglichen: Jungendliche zwischen 14 und 21 Jahren können im Rahmen dieses Förderansatzes Ideen für Kunst- und Kulturprojekte einreichen und diese mit Unterstützung von Coaches – Erwachsenen mit Erfahrungen und Kompetenzen in der Jugend- und Kulturarbeit – umsetzen.

Viele Jugendliche machen durch diesen Förderansatz erste Erfahrungen im Konzipieren und Umsetzen eines Projekts und erwerben dabei Kompetenzen in den Bereichen Organisation, Kommunikation, Projektmanagement und Umgang mit Finanzen. Auf eine Jurierung der Einreichungen wird bewusst verzichtet, um den Jugendlichen bei ihren ersten Schritte in der Kulturarbeit nicht mit Ablehnung zu begegnen. Beim Ausformulieren einer Projektidee und beim Planen von konkreten Vorhaben werden die Jugendlichen je nach Bedarf von den Coaches und den MitarbeiterInnen der TKI unterstützt.

Zentraler Aspekt bei #fresh culture ist jedoch die Förderung der Eigeninitiative von jungen Menschen. Idee und Initiative für ein Projekt müssen also von den Jugendlichen selbst kommen. Auch das Scheitern von Projekten kann und darf bei #fresh culture möglich sein.

Link zu #fresh culture auf www.tki.at

# fresh culture: review
Präsentationsabend #fresh culture

4. Dezember 2014, 19.00 Uhr
Die Bäckerei – Kulturbackstube (Dreiheiligenstr. 21a, Innsbruck)
Eintritt frei!

Seit Oktober 2013 setzen Jugendliche im Rahmen von #fresh culture innovative, kritische und mutige Arbeiten in den Bereichen Theater, Graffiti, Grafik, Fotografie, Sound, Film und neue Medien um.
Bei der Veranstaltung geben die Jugendlichen Einblicke in ihre Kulturprojekte.

#fresh culture: Projekte auf Facebook
Gefangen in dem neuen Leben. Foto: Shabanali Wafadar
Gefangen in dem neuen Leben. Foto: Shabanali Wafadar
Romeo @ Julia. Foto: Elia Hosseini
Romeo @ Julia. Foto: Elia Hosseini
Projekte

Über zwanzig Jugendliche waren an den Projekten beteiligt, die seit Oktober 2013 umgesetzt wurden. Das Spektrum der Themen, mit denen sich die jungen Kulturschaffenden auseinandersetzten, reichten von Asyl und Migration, (gleichgeschlechtlicher) Liebe, Freiheit bis hin zu „geheimen“ Plätzen in Innsbruck. Auch eine Veröffentlichungsplattform für junge KünstlerInnen ist im Rahmen von #fresh culture entstanden.

Gefangen in dem neuen Leben
von Shabanali Wafadar und Projektgruppe (acht Jugendliche aus Afghanistan, dem Irak, Österreich und Deutschland)

Neun Jugendliche verschiedener Nationalitäten produzieren einen Kurzfilm, ein Theaterstück und eine Fotoausstellung zum Thema Asylsuche. Im Film geht es um einen asylsuchenden Jugendlichen, der auf seiner Suche nach einem neuen Zuhause entgegen seinen eigentlichen Absichten auf die schiefe Bahn kommt. Schließlich gelingt es dem Flüchtling, sein Leben in Österreich erfolgreich zu meistern, doch kommt ihm zu guter Letzt die harte Asylpolitik in die Quere …

Romeo @ Julia (Irgendwann, irgendwo, Julia und Romeo)

von Elia Hosseini und Team

Romeo @ Julia ist ein Theaterprojekt, das die Essenz der modernen Liebestragik herausfiltert.
Im Zentrum steht, was passiert, wenn man das coole, sichere Terrain verlässt, sich offenbart und sich eine Blöße gibt. Ist es das, was wir wollen? Oder wollen wir genau das gerade nicht? Eine neue Romeo-und-Julia-Version, entstanden aus unseren Impros, begleitet von unserer Musik, wirft Licht und Schatten auf die Liebe im Teenagerjahrzehnt unseres Jahrtausends.
Innsbruck fesh&fresh. Foto: Jasmin Sermonet
Innsbruck fesh&fresh. Foto: Jasmin Sermonet
can't get enough. Foto: Daniel Pfurtscheller
can't get enough. Foto: Daniel Pfurtscheller
Innsbruck fesh&fresh
von Jasmin Sermonet

Ein handillustrierter Stadtplan soll schöne und bis dato geheime Plätze von Innsbruck präsentieren. Das Projekt geht dem urbanen Stadtgeflüster nach.

Wo scheint die Sonne am Längsten, wo findet sich das beste Frozen Yoghurt der Stadt und wo kommt man zu hippen Designer- und Vintageteilen im Raum Innsbruck? Ein handillustrierter Stadtplan soll Antworten auf diese Fragen geben.

can't get enough
von Daniel Pfurtscheller

Ein narratives Graffiti-Kunstwerk soll über mehrere Wände hinweg in verschiedenen Motiven eine Geschichte erzählen.Der in der Graffiti-Szene nicht unbekannte crazy mister sketch arbeitet schon länger an der Idee, eine Serie – bestehend aus drei bis vier Graffiti-Bildern – an verschiedenen öffentlichen Plätzen zu malen, die zusammen ein großes Ganzes ergeben werden: eine Geschichte, die in verschiedenen Motiven erzählt wird und sich durch die Bilder zieht. Es handelt sich also um ein narratives Graffiti-Kunstwerk.

cultshare.at
von Fabian Kainz

Die Website bietet die Möglichkeit zur Veröffentlichung von Werken junger KünstlerInnen und lädt zum Finden von ProjektpartnerInnen und Austausch ein.

Bei cultshare.at handelt es sich um eine Website, deren Zweck es ist, KünstlerInnen aller Art eine Möglichkeit zu bieten, ihre Projekte und Schaffungen ohne Kosten und Umwege online zu veröffentlichen. Dort können die Projekte, wenn vom Autor/der Autorin gewünscht, von der Community „bewertet“ und kommentiert werden. So soll es automatisch zu einem Verbesserungs- und Lernprozess kommen, in dem Erfahrungen und Ideen ausgetauscht werden können. Außerdem entwickelt sich dadurch ein Netzwerk an KünstlerInnen.
cultshare.at. Foto: Fabian Kainz
cultshare.at. Foto: Fabian Kainz