stadt_potenziale

Guten TAG Innsbruck

ein Projekt von Stefan Brabetz, Gerald Haselwanter, Gunnar Ploner
stadt_potenziale 2013, Fördersumme: € 6.000,–, Durchführung: 05/2014
Preisverleihung von guten TAG Innsbruck. Foto: Tommy Bause
guten TAG Innsbruck Preisverleihung
1. Platz: Radlkino. Foto: Huff
1. Platz: Radlkino. Foto: Huff
2. Platz: Öl. Foto: Mell
2. Platz: Öl. Foto: Mell
3. Platz: Köcherfliege. Foto: Brunner
3. Platz: Köcherfliege. Foto: Brunner
Innsbruck sitzt. Foto: Hinterholzer
Innsbruck sitzt. Foto: Hinterholzer
To Seesaw. Foto: Marjory
To Seesaw. Foto: Marjory
Projektbeschreibung

Innsbruck bietet eine Vielzahl von Räumen und Orten in der Stadt, an denen wir uns täglich vorbeibewegen, die wir nicht wahrnehmen oder deren Nutzung wir nicht genau definieren können (Resträume, ungenutzte Räume). Diese Räume bieten gleichzeitig ein hohes, bisher nicht genutztes städtisches Potenzial und können durch geeignete Maßnahmen für den urbanen Raum Innsbrucks als wertvolle Aktionsräume städtischen Lebens gewonnen werden.

Unser Projekt sieht vor, diese Orte zu identifizieren und genau zu definieren. An den Orten mit dem größten Potenzial werden Hinweisschilder angebracht, auf denen sogenannte QR-Codes gezeigt werden. Diese Codes sind grafische Muster, die – ähnlich wie Strichcodes – Informationen oder aber auch Links zu Webseiten in zunächst verschlüsselter Form beinhalten. Mit jedem üblichen Smartphone können diese Grafiken gescannt werden. Durch das Scannen wird eine Internetverbindung zu einer eigens eingerichteten Seite hergestellt, das dem jeweiligen Nutzer Bilder oder Videos mit Ideen zur Bespielung und Nutzung des Ortes zeigt an dem man sich befindet. Dadurch werden versteckte Qualitäten dieser Orte aufgezeigt, den Menschen nähergebracht und diese inspiriert, die Orte für sich einzunehmen und sie durch ihre eigenen Aktivitäten zu beleben.

Vermeintlich tote Stadträume werden aktiviert, in das urbane Feld integriert und so zu neu belebten, genutzten Räumen und damit Teil einer vielfältigen und lebendigen Stadtlandschaft.

Das Hauptprojekt besteht in der Initiierung eines Wettbewerbes, der sich mit urbanen Brachflächen beschäftigt und der Interessierte dazu einlädt diese Orte in möglichst kreativer Form zu Bespielen.

Auf einer eigenen Website, auf der die Nutzer Fotos und Videos ihrer Aktivitäten und Interventionen für die verschiedenen Orten hochladen können, wird zur aktiven Partizipation angeregt.

Das Projekt Guten Tag Innsbruck verfolgt das Ziel, eine Plattform für urbane Interaktion zu schaffen, auf der öffentliche Diskussionen zum Thema „Urbaner Raum in Innsbruck“ stattfinden können. Diese soll die Notwendigkeit dieser Räume für die Entstehung eine lebendige und vielschichtigen Stadt unterstreichen.g

Die Preisträgerprojekte, prämiert am 10. Mai 2014, sind: Eine internationale Jury, bestehend aus Vertretern unterschiedlicher Disziplinen – Städtebau und Stadtforschung, Architektur und Landschaftarchitektur sowie Kunst, Kultur und Soziologie – wählte aus über 30 qualitativ hochwertigen Einsendungen die sechs kreativsten Projekte ausgewählt, die einen besonderen Beitrag für die zukünftige Entwicklung der Stadt darstellen. Es wurden drei Preise sowie drei Anerkennungen vergeben. Die sechs prämierten Projekte aktivieren auf sehr kreative und jeweils gänzlich unterschiedliche Art und Weise brachliegende Räume in der Stadt Innsbruck.

Weiterer Verlauf

Um die Ergebnisse des Wettbewerbes für eine breitere Öffentlichkeit sichtbar zu machen, werden alle Wettbewerbsbeiträge auf der Homepage www.gutentaginnsbruck.com präsentiert sowie in Form einer gedruckten Publikation veröffentlicht. Zusätzlich werden an allen Interventionsorten des Wettbewerbes Schilder mit QR-Codes angebracht, die den Ort direkt mit dem dokumentierten Wettbewerbsbeitrag auf der Homepage verlinken und somit ein interaktives Erfahren der jeweiligen Intervention ermöglichen. In Kooperation mit den Architekturtagen 2014 bietet guten TAG Innsbruck eine Brachen- und Leerstandstour an, in der sie mit Interessierten brachliegende Orte in Innsbruck besuchen und einen informativen Überblick über die Thematik geben.