stadt_potenziale

Die Dinge – eine ortsspezifische, spartenübergreifende Theaterproduktion

ein Projekt des Vereins ZEITGEIST Gruppe nach Georges Perec
stadt_potenziale 2014, Fördersumme: € 11.000,–
Durchführung: 09/2014
Die Dinge. Foto: Zeitgeist Gruppe
Projektbeschreibung

Die Dinge ist als ortsspezifische Theaterperformance geplant, die sich thematisch mit dem Konsumverhalten unserer Wohlstandsgesellschaften auseinandersetzt, mit Sprache und Tanz arbeitet und auf dem Innsbrucker Recyclinghof stattfinden soll.

Das neue Projekt der ZEITGEIST Gruppe ist für August/September 2014 angesetzt und zieht den gleichnamigen Roman des französischen Autors Georges Perec als Vorlage heran für eine Auseinandersetzung mit dem Begriff von Glück in einer von käuflichen Dingen geprägten Welt. Wir wollen untersuchen, welche Hoffnungen wir in Materialien legen und wie diese Hoffnungen erfüllt oder enttäuscht werden. Der Text und das szenische Material für diese Theaterarbeit werden aus der Romanvorlage, aus Interviews mit Angestellten des Recyclinghofes, mit Nutzern der Anlage, also der Innsbrucker Bevölkerung, und aus Improvisationen mit den Schauspieler/innen in der Vorarbeit und im Probenprozess erarbeitet.
Die Dinge
Die Dinge. Foto: Zeitgeist Gruppe
Fotos: Zeitgeist Gruppe
Die Dinge. Foto: Zeitgeist Gruppe
Die Arbeitsweise, Theater an einen konkreten Ort zu binden, hat die ZEITGEIST Gruppe in ihrer letzten Produktion im April 2013 (Letzte Talfahrt/Last descent – Ein Fundbüro der Erinnerungen) im leer stehenden Gebäude der alten Hungerburgbahntalstation in Innsbruck entwickelt, welches den besonderen Charme einer vergangenen Zeit besitzt. Auch im neuen Projekt stehen die Einbindung des Spielortes und des Innsbrucker Publikums wieder im Mittelpunkt des Arbeitsprozesses. Doch diesmal hat Bühnenbildnerin und Projektleiterin Lisa Überbacher das genaue Gegenteil eines idyllischen Schauplatzes als Spielort auserkoren: den Innsbrucker Recyclinghof in der Rossau.

Das Team um Lisa Überbacher setzt sich erneut aus der Regisseurin Corinna Popp, der Choreografin Maria Walser, der Dramaturgin Alida Breitag und der Kostümbildnerin Susanne Albrecht zusammen. Außerdem werden für dieses Projekt eine Schauspielerin und ein Schauspieler, eine Tänzerin und ein Tänzer sowie vier bis sechs Laiendarsteller/innen mit dabei sein.
Die Dinge. Foto: Zeitgeist Gruppe
Die Dinge. Foto: Zeitgeist Gruppe
Dokumentation nach www.zeitgeistgruppe.com

Sie lebten in einer fremden und schillernden Welt, im glitzernden Universum merkantiler Zivilisation …


Ein junges Paar, das zwischen den endlosen Möglichkeiten und Verheißungen der Konsumgesellschaft fast zerrieben wird. Ein verrückter Wirtschaftsprofessor, der das Glück finden will. Ein Werbetexter, der seinen Traumjob hinschmeißt. Und der Chor der Marktforschung, der die Warenangebote im Überfluss zu sortieren versucht. Sie alle schlagen sich mit den gleichen Fragen herum: Wie leben wir in einer Welt voller Dinge, ohne die wir nicht mehr auskommen? Wie viele Dinge besitzen wir eigentlich genau? Und wie lieben wir in einer Zeit, in der alles käuflich scheint, ohne uns selbst zu betrügen?

Die Zeitgeist Gruppe legt auf dem Innsbrucker Recyclinghof ein Puzzle aus bruchstückhaften Biographien und recycelten Gegenständen, das die flüchtigen Glücksversprechen unserer Zeit untersucht.

Beteiligte

Corinna Popp, Maria Walser, Alida Breitag, Simon Stenzel, Hannah Knabl, Julian Horeyseck, Frank Koenen

Pressestimmen

„… Doch das Unglaubliche gelingt: denn Regisseurin Corinna Popp, Choreografin Maria Walser, Dramaturgin Alida Beitrag und das Ausstatterinnenduo Lisa Überbacher und Susanne Albrecht verwandeln den Innsbrucker Recyclinghof mit ihren vier engagierten Darsteller/innen und dem hochpräsenten Chor in einen geradezu magischen Ort, an dem man zuletzt sogar selbst Walzer tanzen mag …“
Innsbrucker Stadtblatt, 17.09.2014


„… Überhaupt bekommt man in den fantasievoll umarrangierten Containern viel zu hören und einiges Unerwartetes zu sehen …“
Tiroler Tageszeitung, 15.09.2014


Weitere Berichte auf provinnsbruck und im Franzmagazine.