stadt_potenziale

Übergangsorte

Ein Projekt von Cortex. Verein zur Förderung visueller Forschung (Robert Gander, Günter Richard Wett)
stadt_potenziale 2015, Fördersumme: € 15.000,–
Durchführung: 02/2015–10/2016

Übergangsorte: Messerschmied Bohner. Fotos: Günter Richard Wett
Übergangsorte: Messerschmied Bohner. Fotos: Günter Richard Wett
Projektbeschreibung

Das Projekt nähert sich in verschiedenen Innsbrucker Stadtteilen jeweils solchen Betrieben, die gerade ihren Betrieb einstellen bzw. sich in einem Übergangsstadium hin zu neuen Formen befinden. Die Orte werden im Sinne einer Feldforschung in teilnehmender Beobachtung „untersucht“,  dabei werden Interviews geführt. Das Projekt will aufzeigen, was im Prozess des Verschwindens geschieht bzw. welche Strategien und Formen im Übergangsstadium entwickelt werden. Die Umgebung des Ortes und die Situation der KundInnen spielen dabei ebenso eine Rolle wie die Generationsbruchstellen in den meist familiengeführten Betrieben und das Verschwinden von Wissen. Die Beobachtungen werden durch verschiedene Medien und durch das Sammeln von „Survivals“ (Briefe, Postkarten, Objekte …) festgehalten.

Den Projektabschluss bildet die Ausstellung Übergangsorte:
Übergangsorte. Foto: Günter Richard Wett
ÜBERGANGSORTE
Eine Ausstellung zu Innsbrucker Handwerksbetrieben
5.–19. November 2016
WEI SRAUM.Designforum Tirol

Ein Projekt von Robert Gander und Günter Richard Wett

Die Werkstatt des Vaters und mit ihr das Wissen, das auf den Sohn übergeht.Der Andere zieht ein, dieselbe Einrichtung, das soziale Gefüge ändert sich.Der Traditionsbetrieb sperrt zu, wo anders ein Neubeginn.Die Übergänge lassen Bilder zurück, Stimmen, Bewegungen, Dinge.

Kleine, familiengeführte Handwerksbetriebe befinden sich im Wandel oder verschwinden ganz aus dem Stadtbild. Industrielle Konkurrenz, hohe Energie- und Mietkosten sowie fehlender Nachwuchs setzen ihnen zu. Die Ausstellung zeigt einen Blick in diese Orte des Übergangs.

In teilnehmender Beobachtung sind dafür Fotografien entstanden, die die Werkstätten bildlich fassen und Zeitschichtungen aufspüren. Unerwartete O-Töne der Handwerker begleiten sie. Inmitten übrig gebliebener Objekte aus den Betrieben werden die Geschichten zum Soundtrack einer Videoarbeit, die die spezifischen manuellen Tätigkeiten in den Fokus rückt.

Eröffnung: Freitag, 4. November 2016, 20 Uhr
im Rahmen der Premierentage
Dauer: 5.–19. November 2016
Di 13–20 Uhr, Mi–Fr 13–18 Uhr, Sa 11–18 Uhr
WEI SRAUM.Designforum Tirol
Andreas-Hofer-Straße 27, Innsbruck
www.weissraum.at

Samstag, 5. November 2016, 11 Uhr
Neunerln um Elf – Handwerk zwischen morgen und heute

Brunch und Diskussion mit den Protagonisten der Ausstellung

An den Freitag Nachmittagen und Samstagen sind die Projektbetreiber vor Ort.
Sponsoring: Swarovski
Dank an aut. architektur und tirol sowie die Leihgeber und beteiligten Handwerksbetriebe
Lederwerkstätte Schmarda
Übergangsorte: Lederwerkstätte Schmarda. Foto: Günter Richard Wett
Günter Richard Wett
1991–99 Architekturstudium an der Universität Innsbruck; seit 1996 als selbständiger Architekturfotograf tätig; seit 2014 Lehrauftrag Architekturfotografie an der Universität Innsbruck; zahlreiche Ausstellungen und Publikationen zu Architekturen im In- und Ausland

Robert Gander
Kurator und Museumsberater; Studium Kunstgeschichte in Innsbruck und Granada und Mediengestaltung in Dornbirn; Gesellschafter des Ausstellungs- und Museumsberatungsbüros  Rath & Winkler in Innsbruck; Projekte für Museen und Ausstellungsveranstalter sowie Publikationen zu kunsttheoretischen und museologischen Themen

weiteres Projekt der stadt_potenziale von Cortex (Robert Gander, Günter Richard Wett): Warteräume – eine visuelle Recherche in Flüchtlingsunterkünften in Tirol, 2012

Hutmanufaktur Held
Übergangsorte: Hutmanufaktur Held. Foto: Günter Richard Wett
Übergangsorte: Hutmanufaktur Held. Foto: Günter Richard Wett
Schuster Valentini
Übergangsorte: Schuster Valentini. Foto: Günter Richard Wett